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Modellpflege

Der Passat wird selbstständiger

Der überarbeitete Passat kann ab sofort teilautomatisiert auf dem Level 2 fahren. Der Fahrer muss das System auch immer weniger dabei kontrollieren.

von: Roland Scharf

Natürlich müssen wir uns noch mindestens zehn Jahre gedulden, bis (zumindest auf der Autobahn) selbstfahrende Auto in den Handel kommen. Doch Schritt für Schritt kommt Bewegung in die Sache, und der Passat erhielt im Rahmen der aktuellen Modellpflege den nächsten Puzzlestein des autonomen Fahren verpasst.

Volkswagen fasst die Elemente unter dem Begriff Travel Assist zusammen. Ähnlich wie beim Vorgängersystem, dem Stauassistent, übernimmt hier die automatische Distanzregelung die Längsführung und das Spurführungssystem "Lane Assist" die Querführung. Während diese automatische Längs- und Querführung bislang in Verbindung mit dem Stauassistent bis maximal 60 km/h zur Verfügung stand, ermöglicht der Travel Assist erstmals das teilautomatisierte Fahren bis 210 km/h. Über das Multifunktionslenkrad wird der Travel Assist aktiviert. Ist dieser aktiv, ermöglicht er das teilautomatisierte Fahren auf dem Level 2 des Spektrums der offiziellen Automatisierungsgrade 0 bis 5.

Aus rechtlichen und sicherheitsrelevanten Gründen muss der Fahrer das System in dieser Stufe 2 permanent überwachen. Um das zu gewährleisten, checkt der "Travel Assist", ob der Fahrer die Hände am Lenkrad hat. Auf diesem Stand waren zwar auch schon diverse Oberklassehersteller. Im Passat läuft nun aber alles noch eine Stufe entspannter ab, dank des ersten kapazitiven Lenkrads von Volkswagen. Es reicht nun, dass der Fahrer das Lenkrad lediglich berührt. Zuvor war als Feedback ein Lenkmoment - eine leichte Lenkbewegung des Fahrers - nötig. Darüber hinaus gilt aber nach wie vor: Löst der Fahrer länger als etwa 10 Sekunden die Hände vom Lenkrad, wird er durch eine Kette von optischen und akustischen Warnsignalen darauf aufmerksam gemacht.

Ein weiteres Novum ist der Emergency Steering Assist; das System erhöht via Bremseingriff die Sicherheit bei Ausweichmanövern. Für mehr aktive Sicherheit sorgen die interaktiven IQ.LIGHT - LED-Matrixscheinwerfer - eine innovative Lichttechnologie, die bislang ausschließlich für den aktuellen Touareg erhältlich ist.

Parallel mit dem neuen Passat geht die dritte Generation des Modularen Infotainmentbaukasten (MIB3) an den Start. Damit ist der Passat auf Wunsch permanent online, da die neuen Infotainmentsysteme serienmäßig mit einer integrierten SIM-Card ausgestattet sind. Neben verbesserten navigationsbezogenen Diensten mit Echtzeitinformationen erschließen sich dadurch neue Technologien und Angebote, Musik-Streaming-Dienste, Internet-Radio, eine natürliche (online-basierte) Sprachbedienung, die nahtlose Nutzung der Online-Dienste sowie die künftige cloudbasierte Mitnahme von Fahrzeugeinstellungen. Erste Smartphones werden sich zudem in einen "Mobile Key" zum Öffnen und Starten des Passat verwandeln lassen.

Doch auch die klassischen Disziplinen des Fahrzeugbaus kamen beim upgedateten Passat nicht zu kurz. Zum Beispiel beim Plug-in-Hybrid namens GTE, der 218 PS Systemleistung stemmt und rein elektrisch nach dem WLTP-Zyklus gerechnet nun 55 Kilometer weit kommt. Außerdem erfüllt er als einziger Antrieb bereits jetzt die ab 2021 geltende Euro 6d-Abgasnorm. Die restlichen Varianten mit reinem Benzin- und Dieselantrieb schaffen die 6d-Temp-Norm. Was sie alle neuerdings eint, ist der Einsatz eines Partikelfilters.


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