Geschichte

Erster Blitzerbulli nach 54 Jahren aufgetaucht

VW
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VW Nutzfahrzeuge konnte einen der ersten Radarmesswagen auffinden. Seine Technik ist antiquiert. Vom Prinzip arbeitet sein System aber genau so wie aktuelle.

von: Roland Scharf

Es gibt Momente, an die erinnert man sich sein Leben lang. Den der bestandenen Führerscheinprüfung zum Beispiel. Und für die älteren Semester ist vielleicht auch der 15. Februar 1959 noch im Gedächtnis. Da starteten nämlich im Nachbarland Deutschland die Radarmessungen. Diese auffällig unauffälligen Fahrzeuge am Straßenrand, die jeder von uns kennt. Eines davon ist jetzt wieder aufgetaucht, und zwar erstaunlich unbrührt. Der VW Bus aus dem Jahre 1953 gelangte nach seinem regulären Dienst in Niedersachsen 1961 zur Ausbildungsstelle für Verkehr und Technik, damit Polizisten sich mit der damals revolutionären Technik vertraut machen konnten.

Heinz Scholze (89), zu jener Zeit Polizeihauptwachtmeister, war einer davon: "Das war absolutes Neuland - für die Verkehrsteilnehmer und für uns. Wir hatten mit dieser neuen Technik ja überhaupt keine Erfahrung. Deshalb wurden wir mehrere Wochen geschult."

Für Einbau und Wartung der Telefunken-Anlagen Typ "VRG2-Verkehrsradargerät " war damals Polizeihauptmeister Dieter Dell (79) verantwortlich: "Das war technisch ziemlich aufwändig, alles in den Bulli unterzubringen und zu verkabeln. Das Blitzgerät im Heck tarnten wir durch eine Klappe in Wagenfarbe." Die Aufzeichnungsgeräte und der kleine Schreibtisch im Innenraum muten heute zwar prähistorisch an. Am Prinzip, der grundsätzlich Funktionsweise der Anlage hat sich bis heute aber nichts geändert.

1964 hatte der 25 PS starke Bulli seine Schuldigkeit getan und wurde ausgemustert. Nach diversen Besitzerwechseln landete der schon etwas ramponierte VW schließlich bei einem Mechanikermeister aus Hannover, der ihn in seiner Garage abstellte. Der Plan, das seltene Auto einmal zu restaurieren, konnte nie in die Tat umgesetzt werden, sodass der T1 schließlich bei VW Nutzfahrzeuge landete. Restaurieren? Um Himmels Willen, ja nicht! Stattdessen beließ man es beim Originalzustand und ergänzte lediglich all die Dinge, die in den letzten Jahrzehnten verloren gingen. Den Schreibtisch zum Beispiel, oder auch die Radaranlage, die in der Technischen Bundesanstalt Braunschweig sogar noch lagernd war.

Besonders beeindruckt zeigte sich Projektleiter Tobias Twele aber von einem ganz anderen Detail. Neue Batterie und ein Ölwechsel, und schon sprang der Vierzylinder-Boxer sofort an - trotz einer Standzeit von mehr als einem halben Jahrhundert.


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