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Porsche autonomisiert die Werkstätten

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Wer sagt, dass Autos nur auf Autobahnen autonom fahren dürfen? Ein Pilotversuch von Porsche testet nun den Einsatz dieser Technik im Servicebereich.

von: Roland Scharf

Es hört sich nach wie vor ein wenig futuristisch an, selbst wenn die Umsetzung ja fast schon in der Luft liegt: Autos fahren selbstständig vom Kundenparkplatz in die Werkstatt auf die Hebebühne, wo sie anschließend repariert, begutachtet oder serviciert werden. Und im Anschluss, wenn alles erledigt ist, rollen sie wie von Geisterhand wieder zurück, um von ihren glücklichen Besitzern abgeholt zu werden. Ein interessantes Einsatzgebiet, das Porsche in einer unternehmenseigenen Werkstatt jetzt testet. Das Projekt ist Teil einer Kooperation im Rahmen der Innovationsplattform Startup Autobahn und soll Mitte 2019 abgeschlossen sein.

Porsche installiert dabei in Zusammenarbeit mit dem auf Technologie für selbstfahrende Autos spezialisierten Start-up "Kopernikus Automotive" ein Testfeld auf dem Unternehmensgelände in Ludwigsburg. Ziel ist es, Fahrzeuge vollständig autonom von ihrem Parkplatz zur Hebebühne und wieder zurück fahren zu lassen. Mitarbeiter sollen die Sportwagen per Tablet automatisch und zeitsparend an die richtige Position in der Werkstatt manövrieren können.

"Autonomes Fahren wird in wenigen Jahren unseren Straßenverkehr revolutionieren. Schon heute können wir aber die technologischen Möglichkeiten nutzen, um Arbeitsprozesse noch effektiver und effizienter zu gestalten", sagt Alexander Haas, Projektleiter Automatisiertes Fahren in der Werkstatt bei Porsche. Bevor die Fahrzeuge real autonom in die Werkstatt fahren, wurde das Testgelände inklusive der Werkstattumgebung zunächst in eine virtuelle Darstellung überführt. Sie wird genutzt, um ein künstliches neuronales Netz zu trainieren. Es fährt mehr als eine Million virtuelle Testkilometer und lernt auf Basis realer Rahmendaten eigenständig dazu. Anschließend wird der Anwendungsfall unter realen Bedingungen erprobt. "Unsere Mannschaft soll den Einsatz von autonomem Fahren in der Werkstatt im Testbetrieb erleben. Wir wollen vom Feedback des Teams lernen", sagt Thomas Eckert, Leiter Produktbeeinflussung Aftersales.

Die KI-Technologie soll dann nicht nur für die Fahrzeugorientierung sorgen, sondern auch eigenständig Objekte erkennen und lokalisieren sowie die Pfadplanung durchführen. Umfangreiche Maßnahmen, wie eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf sieben Kilometer pro Stunde und der zusätzliche Einsatz eines menschlichen Fahrers, gewährleisten die Sicherheit des Testlaufs in der praktischen Umsetzung.


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